Aderlass nach Hildergard von Bingen

Der Aderlass zählt zu den ältesten Therapieverfahren überhaupt. Er gehört zu den Ausleitungsverfahren. Seine theoretische Begründung fand er in dem humoral- pathologischen Denksystem der „Säftelehre“ des griechischen Altertums. Hippokrates empfahl den Aderlass bei Entzündungen und Schmerzuständen.

Stand der naturheilkundlichen Forschungen heute:

Dr. Töth hat die Wirkung des Aderlasses nach Hildergard von Bingen untersucht und das Blut vor und nach dem Aderlass mit verschiedenen Methoden verglichen, wie Untersuchungen mit dem herkömmlichen Mikroskop, mit dem Dunkelfeldmikroskop, bioelektrisch an verschiedenen Messpunkten am Körper und die Blutdicke im Labor.
Alle Verfahren konnten zeigen, dass es einen deutlichen Unterschied von vor zu nach dem Aderlass gab.

Hildergard von Bingen (1098-1179) beschreibt den Aderlass als Teil der Lebenskunst und empfiehlt ihn zur regelmäßigen Reinigung und Entgiftung des Gesamtstoffwechsels und zur Stimulation der körpereigenen Heilkräfte.
Der Aderlass nach Hildedard von Bingen entzieht dem Körper, entgegen zu anderern Aderlässen, nur das unreine Blut. Das reine Blut bleibt den Körper erhalten.
Es werden hierbei in den ersten 6Tagen nach Vollmond  (siehe Mondkalender) dem Körper ca. 70-150 ml Blut abgenommen. In dieser Phase des Vollmondes kann das giftbeladene Blut und alle anderen Körpersäfte, die jetzt in ihrer maximalen Füllungskapazität stehen, entlastet werden.
Der Aderlass ist dann beendet, wenn das dicke, toxinbelastete, puddingartige, oft schwarzfarbende Blut, in eine hellrote dünnflüssigere Phase übergeht. Der Körper gibt demnach erst das giftige Blut ab, bevor er reines verliehrt. Dies  ist eine natürliche Selbsterhaltungsmaßnahme.
In der Nachschau läßt sich dann beurteilen, wie oft weitere Aderlässe notwendig sind und wie stark ihr Körper belastet ist. In der Regel wir der Aderlass alle 3 Monate durchgeführt.
Bei dieser Form des spezielllen Aderlasses wird eine sanfte, aber tiefgreifende Umstimmung erziehlt. Stoffwechselfunktionen werden reguliert, Stauungszustände durch Blutfülle werden beseitigt und bei chronischen Entzündungen die Abwehrmechanismen ausgeglichen.

Indikationen sind:

  • Metabolisches Wohlstandssyndrom
  • Erkrankungen des Stoffwechsels wie Adipositas, Gicht und hohe Blutfettwerte
  • Durchblutungsstörungen und Bluthochdruck
  • Erkrankungen mit venösen Stauungen
  • Einsatz als Präventivmaßnahme bei einer Risikokonstallation mit Herz-Kreislauf- Erkrankung im Alter 40 -65
  • Bluteindickungen (Hämatokrit über 40 und Hb über 14,5 mg)
  • Thrombosegefahr
  • Leichte Blutarmut (Anämien)
  • Steigerung des Immunsystems
  • Leistungsabfall, mangelnde Konzentration, Schwere im ganzen Körper, Unlust

Vorrausetzungen für einen Aderlass nach Hildergard von Bingen:

  • Mondphasen beachten
  • Absoulute Nüchternheit, Zähneputzen erlaubt
  • Kein Wasser am Entnahmetag trinken
  • Das letzte leichte Essen sollte am Vorabend zu sich genommen werden
  • Für den Vorabend sind stille Wasser und Kräutertees über den abend erlaubt
  • Venentastbefund, denn nicht jeden Vene ist für den Aderlass geeignet

Was muß danach beachtet werden:

  • Ruhe gönnen, starken Lichteinfluß in den ersten 2-3 Tagen meiden
  • Verboten für 3 Tage: Milchprodukte, Schweinefleisch, fette Speisen, Gemüse, Kaffee, Alkohol, pikante Speisen
  • 1 Woche sind zu meiden sind Käse, Kohl- und Krautarten, Medikamente wenn möglich
  • Erlaubt sind Wasser und gedünstete Äpfel mit Zwieback und Haferflocken
  • Empfohlen sind alle Dinkelprodukte, dünner Schwarztee, Hühnersuppe, nicht-frische Backwaren

Wenn Sie mehr über die Forschungen von Dr. Töth und den Aderlass nach Hildergard von Bingen erfahren möchten, klicken Sie hier.

Für ein individuelles Beratungsgespräch stehe ich Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.
Tel.: 05105/6082996

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